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Das Programm der europäischen Kulturwege

Das Programm der europäischen Kulturwege wurde im Jahre 1985 von der Europäischen Kommission in die Wege geleitet. Sein Ziel war es, anhand einer Reise durch Raum und Zeit zu zeigen, wie das Erbe der verschiedenen Länder und Kulturen Europas zum gemeinsamen kulturellen Erbe beiträgt. Die Kulturwege setzen die grundlegenden Praktiken des Europarates in die Tat um: Menschenrechte, Demokratie, kulturelle Vielfalt und Identität, Gespräche, gegenseitiger Austausch und Bereicherung über Grenzen und Jahrhunderte hinaus.

Die Kulturwege agieren als ein „open air“ Labor der europäischen Entwicklung. Sie sind die konkrete Realisierung von Chartas, Konventionen und Empfehlungen bezüglich des kulturellen Erbes und des nachhaltigen Tourismus, umgesetzt durch eine pädagogische Annäherung, die darauf abzielt das Bewusstsein gegenüber der Nachhaltigkeit zu stärken. Neben dem Erbe, fördern die Kulturrouten ebenso den interkulturellen und zwischen verschiedenen Religionen stattfindenden Dialog durch eine offene und vielfältige Interpretation von Europa.

Im Dezember 2010 nahm das Ministerkomitee des Europarates die Resolution CM/Res(2010) 53 an, indem sie ein erweitertes Teilabkommen durchsetzten, um eine engere Zusammenarbeit zwischen den verschiedene Staaten zu ermöglichen, die an einer Entwicklung der Kulturwege interessiert sind.

Heute legen zwei Resolutionen, nämlich Resolution CM/Res (2013) 66 und Resolution CM/Res (2013) 76, fest, was ein Kulturweg des Europarates ist. Sie beschreiben die Voraussetzungen, die zu einer Zertifizierung führen und legen Kriterien für die Themenwahl fest. Außerdem enthalten sie die verschiedenen Initiativen, die mit einbezogen werden sollten und die Charakteristika der europäischen Netzwerke, die die Kulturwege koordinieren.

Das europäische Institut für Kulturwege wurde als Teil eines politischen Abkommens zwischen dem Großherzogtum Luxemburg und den Europarat eingerichtet.

Seit 1998 besteht seine Aufgabe darin, die Stabilität und die Umsetzung des Kulturwegeprogramms in den 50 Unterzeichnerstaaten des europäischen Kulturabkommens, sicher zu stellen. Unterstützt wird es dabei vom Europarat.

Das europäische Institut für Kulturwege ist im renommierten europäischen Kulturzentrum in der Neumünsterabtei untergebracht und beherbergt Dokumentationen des Programms und ebenso eine Bibliothek mit Büchern über Kulturwege und ähnliche Themen.

Außerdem informiert das Institut über Zertifizierungen und Projekte und begrüßt Projektmanager, Forscher und Studenten. Letztere besonders durch die Zusammenarbeit mit Universitäten in Europa und darüber hinaus.

Die Zusammenarbeit erfolgt durch das Errichten und die Umsetzung von Kulturwegen, sowie durch die Teilnahme an Veranstaltungen, Ausstellung, eines umfangreichen Bewusstseins über das Verhältnis zwischen Kultur, Tourismus, und der Umwelt zu fördern. Das Institut nimmt ebenso Beurteilungen von bereits bestehenden Wegen und vorgeschlagenen Wegen vor, indem es seine erhebliche Fachkenntnis anwendet, die es durch das Schaffen, Fördern und Beurteilen von Kulturwegen, im Laufe der Jahre gesammelt hat.

Nach der Schaffung des „Europe Enlarged Partial Agreement on Cultural Routes“ (Erweiterter Teilvertrag über die Kulturwege), wurde eine Vereinbarung zwischen dem luxemburgischen Außenminister und dem Generalsekretär des Europarates unterzeichnet, der den Sitz dieser Vereinbarung im europäischen Institut für Kulturwege in Luxemburg festlegt.

Mehr Informationen

einschließlich der offiziellen Liste aller europäischen Kulturrouten, finden Sie auf der offiziellen Internetseite der Kulturrouten des Europarats.

Communication Material

Available for download "The Cultural Routes 2013 Brochure A5" 54p, 10.5MB and "The Cultural Routes 2013 Rollups" 54 banners, 11.2MB